IBG Experte für Gesunde Arbeitszeiten Helmut Stadlbauer zeigt in der Mai Ausgabe des ÖKZ die Probleme der 4-Tage-Woche auf aber auch unter welchen Umständen diese von Nutzen sein kann.
Experte: Helmut Stadlbauer
IBG Experte für Gesunde Arbeitszeiten Helmut Stadlbauer zeigt in der Mai Ausgabe des ÖKZ die Probleme der 4-Tage-Woche auf aber auch unter welchen Umständen diese von Nutzen sein kann.
Experte: Helmut Stadlbauer
Das Gute ist, man kann sich in Dankbarkeit üben und damit die Voraussetzungen zu einem erfüllteren und zufriedeneren Leben stärken. Ziel ist es, seinen Blick, der das Negative mehr wahrnimmt als das Positive, zu verändern bzw. zu erweitern.
In diesem Sinne: Danken Sie mal drüber nach 😊
Das schlechte Gewissen unserem Bewegungs- und Gesundheitsverhalten gegenüber ist wahrscheinlich ebenso so groß wie die Vielfalt an Angeboten und Varianten von Fitnessgeräten – das macht die richtige Auswahl nicht einfacher. Was sind nun neben dem tatsächlichen Kaufwunsch wesentliche Kriterien beim Kauf eines neuen Fitnessgeräts:
Viele Studien haben nachgewiesen, dass sich der regelmäßige Aufenthalt im Wald unter anderem positiv auf das vegetative Nervensystem, die Schlafqualität und die allgemeine Widerstandskraft auswirkt. Gründe hierfür gibt es viele: zum einen ist der Wald unser evolutionäres Zuhause, in dem wir uns wohlfühlen, dazu ist die Waldluft sehr gesund und enthält viele bioaktive Substanzen. Darüber hinaus müssen wir uns in der Natur weniger auf Einflüsse wie Lärm, Verkehr oder Mitmenschen konzentrieren und können besser entspannen, abschalten, unsere Batterien aufladen und auch unserer Konzentration Erholung gönnen. Für das effektive Waldbaden gibt es drei Dinge zu beachten, die das Erleben der Natur noch wirksamer und erholsamer machen:
Dr. Ursula Barth: Ich habe mir während des Studiums überlegt, welches Fach ich wählen werde. Eine Turnuskollegin hat mich auf die Idee gebracht, mich mit der Ausbildung zur Arbeitsmedizinerin zu befassen. Als Alternative gab es für mich damals die Psychiatrie, aber nach einem Jahr war mir klar, dass das nicht der Bereich ist, in dem ich künftig arbeiten möchte.
Dr. Ursula Barth: Es ist die Vielfalt. Die Kommunikation, der Kontakt mit den Menschen im Arbeitsleben, die zahlreichen Möglichkeiten, die man hat, wie zum Beispiel Workshops. Der Präventivgedanke ist etwas, was mich mein ganzes Arbeitsleben begleitet hat. Kurz nach Einstieg bei IBG, war ich Fulltime Arbeitsmedizinerin. Ich übernahm auch die Leitung der Abteilung, was allerdings damals auch viele Tätigkeiten, die außerhalb meiner Kernkompetenz der Medizinerin lagen, zur Folge hatte. Das war eine sehr intensive, stressige Zeit. Damals war ich selbst nahe des Burnouts. 2003 wurde Lunz am See zu meiner neuen Heimat. Ich konnte meine Arbeit auch von hier aus weiterverfolgen.
Ich hatte verschiedene Unternehmen als Kunden. Das waren Dienstleistungsunternehmen, aber auch Produktionsunternehmen. Wie zum Beispiel eine Margarine-Fabrik. Ein mir sehr angenehmer, lieber Kunde. Ich hatte gute Ansprechpartner vor Ort. Das ist ausschlaggebend für eine gute Zusammenarbeit. Wir konnten vieles umsetzen. Im Vordergrund standen Anti-Stress-Maßnahmen. Reden mit den Leuten hilft. Ein ähnliches Beispiel ist ein Haustechnik-Lieferant. Da war der Firmeninhaber auch sehr dahinter. Zugleich war der Sicherheitstechniker eine „Plaudertasche“: Ich bin gekommen, wir haben Kaffee getrunken, er hat mir viel erzählt. Ich dachte immer, jetzt müssen wir aber etwas tun. In Wahrheit war das, was wir taten, nämlich miteinander ungezwungen zu reden, Beziehungsarbeit. Das hat eine gute Vertrauensbasis geschaffen, wodurch alles ganz leicht ging. Vieles, das ich vorschlug, wurde umgesetzt, so zum Beispiel Gesundheitszirkel, Gesundheitstage, Mobbingseminare, Stressworkshops. Meine Arbeit hat mir viel Freude gemacht. Jetzt kommt eine neue Lebensphase.
Liebe Ursula, wir danken für das Gespräch und wünschen Dir alles Gute für den neuen Lebensabschnitt.
IBG Geschäftsführer, Arbeitspsychologe Gerhard Klicka im Gespräch mit Udo Seelhofer, im Ö1 Radiokolleg zum Thema »Raus aus dem kollektiven Burnout. Warum man die Work-Life-Balance ernst nehmen sollte.«
Seit 2020 gibt es eine weltweite Pandemie, den Krieg in der Ukraine, die Klimakrise, steigende Preise. All das sind schwierige Herausforderungen. Viele Menschen stellen sich die Frage, wo das Ganze noch hinführen soll und ob es sich angesichts der ganzen Probleme überhaupt noch lohnt zur Arbeit zu gehen.
G.Klicka: Diese Krisen gehen nicht spurlos an uns vorüber. Das sind alles Themen, die hatten wir vor fünf Jahren noch nicht. Da hatten wir ein unbeschwertes Leben. Nun bedrücken uns diese Begleiterscheinungen wie Zukunftsängste, Existenzängste, wie geht es weiter. Ängste, die sich unterschiedlich zeigen und Menschen die unterschiedlich damit umgehen.
Ängste, die den Menschen auf der Seele liegen. Sogar von einem kollektiven Burnout ist die Rede. Deshalb ist es besonders wichtig, ein angenehmes Arbeitsklima im Betrieb zu schaffen.
Gerhard Klicka: Verschiedene Faktoren sind für ein gutes Betriebsklima ausschlaggebend. Wie zum Beispiel Führungsstil, Führungskultur, individuelle Möglichkeiten, die Zusammenarbeit an sich, sinnstiftende Tätigkeit. Welche Werte werden gelebt, Wertschätzung, die Zusammenarbeit an sich, zu wissen warum man etwas tut und die Arbeitsbewähltigung an sich – weder unter- noch überfordert zu sein.
Gerade im Bereich der Führungskräfte gibt es oft Probleme. Viele bringen trotz Schulungen nicht die Fähigkeiten mit, die es braucht Menschen zu führen und zu motivieren.
G.KLicka: Das war schon immer ein wesentliches Thema in Unternehmen. Wenn es um die Auswahl von Führungskräften geht, dass es nicht nur um das Senioritätsprinzip geht, d.h. wenn man schon lange dabei ist in einem Unternehmen, dass man dann irgendwann auch mal Führungskraft wird, egal welche Qualifikation man mitbringt. Sondern, dass es auch bestimmte Fähigkeiten braucht und man muss auch sagen, dass sich nicht jede Frau, jeder Mann sich von der Persönlichkeit her als Führungskraft eignet. Und genau das wird oft zu wenig berücksichtigt.
Ein weiteres Problem sei, dass Mitarbeiter:innenführung oft nur nebenbei geschehe. Führungskräfte müssen oft auch andere Aufgaben erledigen und können sich nicht nur auf das Führen konzentrieren. Ob jemand geeignet sei, in einer Firma Menschen zu leiten hänge vor allem von einer Eigenschaft ab.
G.Klicka: Führungskräfte brauchen Empathie und Einfühlungsmöglichkeiten, sie müssen auf Menschen eingehen können. Sie brauchen die Zeit und die Fähigkeit, mit Menschen in Beziehung treten zu können. Zu wissen, was jeder Einzelne individuell braucht. Es gibt unterschiedliche Persönlichkeiten. Der eine mag eher seine Ruhe haben, der andere braucht mehr Interaktion mit anderen. Da auch auf Individuen eingehen zu können, die Zeit und vor allem auch die Fähigkeit zu haben, Menschen zu motivieren. Auch das Wissen, wie kann ich jemand herausfordern, wie kann ich jemand einbeziehen. Wie kann ich jemand das Abenteuer ICH leben lassen, so dass er gerne zur Arbeit kommt und seine Arbeit tun will, kann und darf.
Um ein optimales Arbeitsklima zu schaffen, ist es nicht nur wichtig seine Mitarbeiter:innen und ihre Bedürfnisse zu kennen, sondern sie auch genau zu beobachten. Damit ich weiß, wo ist der grüne Bereich, wo ist der gelbe, wo ist der rote Bereich. Kurzfrisitig kann es notwendig sein, in den roten Bereich hineinzugehen und zwar wenn ein Projekt zum Abschluss gebracht werden muss. Aber da muss man sich klar sein, das kann nur kurzfristig sein. Sobald es in den chronischen Bereich geht, werden die Mitarbeiter krank, unproduktiv, brechen weg, verlassen das Unternehmen. Das heißt man tut dem Unternehmen sicher nichts Gutes.
Menschen wollen produktiv sein, wenn sie Sinnvolles machen können, was sie auch wirklich können, wofür sie geeignet sind und da eben zu schauen und zu beobachten ist der Punkt um nicht in die Überforderung zu gehen. Um eine solche Überforderung zu verhindern ist eine gute Work-Life-Balance notwendig.
Immer öfter geht es in Firmen auch um die Frage, wie ältere Mitarbeiter:innen im Betrieb gehalten werden können.
G.KLicka: Es geht darum zu schauen, dass man die Bedürfnisse der Menschen in dieser höheren Altersgruppe auch ernst nimmt und auch einmal kennt und hier diese Diversität, die Unterschiedlichkeit einfließen lässt in die Kultur und in das Zusammenleben eines Unternehmens. Unternehmen waren jeher immer ausgerichtet auf eine Prime-Age-Gruppe so zwischen 30 und 40. Aber, wie kann man diese unterschiedlichen Fähigkeiten auch abbilden im Unternehmen und wie kann ich diese sinnvoll nutzen.
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern rät Klicka sich intensiv mit den eigenen Grenzen auseinanderzusetzen. Zu schauen, was will ich, wieviel will ich arbeiten, was ist mir meine Freizeit wert, was will ich in meiner Freizeit tun. Auch ungestört tun im Sinne von Erreichbarkeit. Das heißt, das Handy abschalten, nicht immer aufs Handy schauen. Diese bewußte Achtsamkeit damit umzugehen, wie ich mein Leben anlege. Dieses unreflektierte, einfach Tun kann dazu führen, dass man in einem Burnout landet. Das heißt, je bewußter man sich mit Dingen auseinandersetzt, und sich auch Grenzen setzt, sich überlegt, was will ich denn überhaupt und das auch umsetzt, desto bester ist man gewappnet um nicht in einem Burnout zu landen.
IBG Experte Matthias Welkens, MBA Leitung Arbeitssicherheit und Ergonomie im Gespräch mit Eva Selan vom HRweb zur 4-Tage Woche und inwiefern ist diese umsetzbar bzw. erstrebenswert.
Experte: Matthias Welkens
Autorin: Eva Selan
Das Lied wurde eigentlich für das Skifahren geschrieben, aber für das Radfahren trifft es sicherlich genauso zu – das Radfahren ist die ideale Kombination aus alltäglicher und sportlicher Bewegung, ein ideales Fortbewegungsmittel für kurze und mittlere Strecken sowie in Sachen Gesundheitsförderung vielseitig und vor allem gelenkschonend einsetzbar.
Das richtige Training – die richtige Fortbewegung:
Stille Kündigung.
In den USA ist vor einiger Zeit der Begriff „Quiet Quitting“ aufgetaucht, und auch in Europa ist „Stille Kündigung“ ein Thema geworden. Quiet Quitters (viele von ihnen gehören der jüngeren Generation an) mögen ihren Job an sich, sind aber nicht bereit, Überstunden zu leisten, nach Dienstschluss ihre E-Mails zu lesen oder (kleine) Extra-Aufgaben zu übernehmen, für die sie nicht bezahlt werden. Die Arbeit wird also „normal erledigt“, man geht pünktlich nach Hause und widmet sich ohne schlechtes Gewissen privaten Interessen. Ein interessantes Thema, zu dem IBG GF Gerhard Klicka als Arbeitspsychologe Stellung bezieht.
Experte: Gerhard Klicka
Autorin: Rosa Eder-Kornfeld
Betriebliche Sicherheit und Gesundheitsschutz sind Bestandteile eines »sozialmoralischen« Wirtschaftsverständnisses. In Österreich liefert der Arbeitnehmer:innenschutz die gesetzliche Grundlage. IBG begleitet bereits seit 1995 Betriebe und Organisationen auf gesunden Wegen zur nachhaltigen Produktivität.
Neue Belastungen
Heutzutage geht es kaum mehr um Staublungen. Die »alten« Gefahren wie Hitze, Kälte, Gefahrenstoffe und physische Belastungen treten zunehmend in den Hintergrund. Die aktuellen Herausforderungen liegen im psychomentalen Bereich. Die neue Arbeitswelt kämpft mit Burnout, Stressbewältigung und fehlendem Erholungsmanagement.
Die Arbeit hat sich verändert, die Grenzen zwischen Beschäftigung und Freizeit verschwimmen. Homeoffice wird von der Ausnahme zum Standard, Zeitarbeit und prekäre Beschäftigungen schaffen neue herausfordernde Arbeitsbedingungen.
Die Folge sind neue arbeitsbedingte Beschwerden und Erkrankungen. Arbeitsmediziner: innen sind daher weiterhin ein wichtiges Bindeglied zwischen Beschäftigten und Arbeitgeber:innen. Als Expert:innen für betriebliche Präventionsarbeit verfügen sie außerdem über Praxiswissen durch ihre Präsenz direkt vor Ort in den Unternehmen.
Erhalten. Beleben. Begeistern
Ausschließlich Anstrengung macht krank, keine Anstrengung auch. Gesundheit braucht aber auch Anstrengung, sonst sinken die eigenen Kapazitäten und selbst kleine Anforderungen werden zu viel. Entscheidend ist der Wechsel von Anstrengung und Regeneration. Biologisch brauchen wir für die beste Leistung optimale Anforderungen. Maximale Anforderungen schaden hingegen.
Durch die Zusammenarbeit mit IBG profitieren Unternehmen von der strategischen Vernetzung sämtlicher Maßnahmenfelder und Expertisen, um diese Balance zu finden. Dafür analysieren IBG Berater:innen die subjektive und objektive Mitarbeiter:innenbelastung, optimieren leistungsverträgliche Schicht- und Arbeitspläne oder sichern die Mitarbeiter:innen-Kompetenzen durch entsprechende Maßnahmen zur Reduktion von Belastungen am Arbeitsplatz.
Lange gesund arbeiten
Unsere Gesellschaft steht vor der großen Herausforderung, den demographischen Wandel bei einer gleichzeitig zunehmenden Zahl psychischer Erkrankungen zu bewältigen. Beschäftigte sollen möglichst lange gesund arbeiten. Das wird nur gelingen, wenn die Arbeitsfähigkeit durch vorbeugenden Gesundheitsschutz erhalten bleibt – physisch wie psychisch. Dabei hilft uns das Modell der humanökologischen Unternehmensführung. Wir haben bewiesen: Eine humane Arbeitswelt sichert den Unternehmenserfolg.
Sollten Sie trotz aller Vorsicht einen Stromschlag bekommen, so ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, Probleme wie Herzrhythmusstörungen können auch noch im Nachhinein auftreten.
Weiters können Sie sich dazu entschließen, Fleisch nur mehr zu besonderen Anlässen, nicht mehr täglich, sondern vielleicht nur am Wochenende zu essen.