Kategorie: Betriebliches Gesundheitsmanagement

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Cool bleiben im Homeoffice

Die Temperaturen draußen steigen und damit auch die im Homeoffice. Um dabei gesund und leistungsfähig zu bleiben, anbei ein paar Tipps für diese „heiße“ Zeit:

  • Kreislauf

    Halten Sie Ihren Kreislauf gut in Schwung. Dazu eignet sich Zitronenwasser am Morgen und untertags kurze Bewegungspausen (ca. 5min) mit Armkreisen, Schulterlockerungs- sowie Nackenbeweglichkeitsübungen.

  • Trinken

    Sie genug. Achten Sie besonders an heißen Tagen auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Trinken Sie schon bevor Sie durstig sind. Ideal sind ungezuckerte Getränke (Wasser, Tee), bevorzugt lauwarm. Reduzieren Sie Kaffee, vermeiden Sie Energy Drinks.

  • Essen

    Sie vorwiegend leichte und kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt. Kühlend und wasserspendend wirken Gurken, Wassermelonen, Tomaten oder Pfirsiche, Beeren und Birnen.

  • Arbeitszeit

    Können Sie sich Ihre Arbeitszeit frei einteilen, beginnen Sie morgens möglichst früh, lüften Sie Ihr Homeoffice gut durch und dunkeln Sie es anschließend so gut es geht ab.

  • Klimaanlage

    Verfügen Sie über eine Klimaanlage, bedenken Sie, dass diese neben der Raumtemperatur auch die Luftfeuchtigkeit ungünstig reduzieren kann und damit Schleimhäute austrocknet und das Immunsystem schwächen kann. Hängen Sie ein befeuchtetes Tuch auf und vermeiden Sie direkte Zugluft.

  • Kühlung

    Da Sie in Ihren eigenen vier Wänden sind: was spricht gegen ein kühlendes Fußbad oder leichte Bekleidung?

  • Teppiche

    speichern Wärme und geben diese dann auch wieder in die Umgebung ab. Verstauen Sie diese, wenn möglich, während der heißen Tage im Keller.

In diesem Sinne: Bleiben Sie cool und gesund!

Arbeitnehmer:innenschutz: für einen gesunden und produktiven Betrieb

Wien, 27.04.2022.  Der 28. April ist der Tag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Betriebliche Sicherheit und Gesundheitsschutz sind Bestandteile eines »sozialmoralischen« Wirtschaftsverständnisses. In Österreich liefert der Arbeitnehmer:innenschutz die gesetzliche Grundlage. IBG begleitet bereits seit 1995 Betriebe und Organisationen auf gesunden Wegen zur nachhaltigen Produktivität.

  • Gesundheit braucht gewollte Anstrengung.
  • Aktiver Arbeitsschutz reduziert Berufskrankheiten und Arbeitsunfälle und damit Fehlzeiten.
  • Mit der Covid-Pandemie hat die Arbeitsmedizin einen neuen Stellenwert erlangt. Sie hat einmal mehr bewiesen, dass sie einen großen Beitrag für den unternehmerischen Erfolg leistet.

Neue Belastungen

Heutzutage geht es kaum mehr um Staublungen. Die »alten« Gefahren wie Hitze, Kälte, Gefahrenstoffe und physische Belastungen treten zunehmend in den Hintergrund. Die aktuellen Herausforderungen liegen im psychomentalen Bereich. Die neue Arbeitswelt kämpft mit Burnout, Stressbewältigung und fehlendem Erholungsmanagement.

Die Arbeit hat sich verändert, die Grenzen zwischen Beschäftigung und Freizeit verschwimmen. Homeoffice wird von der Ausnahme zum Standard, Zeitarbeit und prekäre Beschäftigungen schaffen neue herausfordernde Arbeitsbedingungen.

Die Folge sind neue arbeitsbedingte Beschwerden und Erkrankungen. Arbeitsmediziner: innen sind daher weiterhin ein wichtiges Bindeglied zwischen Beschäftigten und Arbeitgeber:innen.

Als Expert:innen für betriebliche Präventionsarbeit verfügen sie außerdem über Praxiswissen durch ihre Präsenz direkt vor Ort in den Unternehmen.

Erhalten. Beleben. Begeistern

Ausschließlich Anstrengung macht krank, keine Anstrengung auch. Gesundheit braucht aber auch Anstrengung, sonst sinken die eigenen Kapazitäten und selbst kleine Anforderungen werden zu viel.

Entscheidend ist der Wechsel von Anstrengung und Regeneration. Biologisch brauchen wir für die beste Leistung optimale Anforderungen. Maximale Anforderungen schaden hingegen.

Durch die Zusammenarbeit mit IBG profitieren Unternehmen von der strategischen Vernetzung sämtlicher Maßnahmenfelder und Expertisen, um diese Balance zu finden.

Dafür analysieren IBG Berater:innen die subjektive und objektive Mitarbeiter:innenbelastung, optimieren leistungsverträgliche Schicht- und Arbeitspläne oder sichern die Mitarbeiter:innen-Kompetenzen durch entsprechende Maßnahmen zur Reduktion von Belastungen am Arbeitsplatz.

Lange gesund arbeiten

Unsere Gesellschaft steht vor der großen Herausforderung, den demographischen Wandel bei einer gleichzeitig zunehmenden Zahl psychischer Erkrankungen zu bewältigen. Beschäftigte sollen möglichst lange gesund arbeiten. Das wird nur gelingen, wenn die Arbeitsfähigkeit durch vorbeugenden Gesundheitsschutz erhalten bleibt – physisch wie psychisch.

Gesunde Arbeitswelt

Eine bessere, weil gesündere Arbeitswelt zu schaffen, bedeutet, ohne Druck und durch mehr Kompetenz Leistungen zu steigern und so mehr Produktivität zu schaffen. Dabei hilft uns das Modell der humanökologischen Unternehmensführung. Körperlich und seelisch gesunde Mitarbeiter:innen sind produktive Mitarbeiter:innen. Wenn Arbeit menschengerecht und damit auch gesundheitsförderlich gestaltet wird, ist das auch aus wirtschaftlicher Sicht optimal. Gesunde Führung bringt das nachhaltige Leistungsvermögen der Belegschaft in Übereinstimmung mit den Unternehmenszielen.

IBG GmbH, gegründet 1995, ist mit über 200 Mitarbeiter:innen, davon 80 Arbeitsmediziner:innen, Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagement. IBG ist in ganz Österreich vertreten.

Ansprechpartnerin: Renate Ruhaltinger-Mader
M +43 (676) 38 49 022 | presse@stage.ibg.at I office@fabelhaft.biz

Zeitmanagement: Eat the frog!

Die Vorstellung, einen lebendigen Frosch zum Frühstück zu verspeisen, empfinden wohl die meisten von uns als abstoßend und unangenehm. Im Zeitmanagement ist diese Metapher aber eine sinnvolle und motivierende Strategie, um in den Tag zu starten.

Sie besagt ganz einfach, die subjektiv unangenehmste Aufgabe des Tages direkt am Morgen zu erledigen, damit der Tag mit einem Erfolgserlebnis beginnen kann und man das Gefühl hat, dass es „heute wohl nicht mehr schlimmer wird“.

Morgens haben wir meist noch genug Kraft und Disziplin, diese Aufgabe wirklich anzugehen. Am Nachmittag oder am Abend sind knifflige To Do‘s kaum mehr zu schaffen, außer die Deadline ist schon sehr, sehr nahe.

Bei „Eat the frog!“ sind konkret folgende Punkte zu beachten:

  • Überlege dir bereits am Vorabend deinen „Frosch“ für den nächsten Tag.
  • Verschriftliche genau, was genau der Frosch ist und wie viel Zeit du morgens
    für ihn investieren willst.
  • Setze dir einen „realistischen Frosch“ als Ziel.
  • Freue dich auf das Gefühl, nachdem der Frosch weg ist.

Foto von Jeffry Surianto von Pexels

Läufer

So tanken Sie mehr Energie

Auch wenn unser Leben heute völlig anders ist als das unserer frühen Vorfahren: Wir alle stecken im Körper eines steinzeitlichen Jägers und Sammlers, und damit ist auch unser Stoffwechsel auf dessen Lebensumstände und Umweltbedingungen angepasst.
Stressreaktionen waren damals notwendig, um zu überleben – etwa, wenn ein Mensch kämpfen oder fliehen musste: Puls und Atmung werden beschleunigt, Blutzucker und Blutfette erhöht. Damit werden wichtige Zusatzenergien frei, die Höchstleistungen ermöglichen.

Werden diese Energien nicht in Bewegung umgewandelt, bleibt die Stressreaktion über eine  längere Periode erhalten. Mögliche Folgen davon sind Diabetes, Blutdruckerhöhung, erhöhter Blutfettspiegel und „Zivilisationskrankheiten“ wie Gefäßverkalkung, Herzinfarkt und Schlaganfall. Bewegung ist also der natürliche Weg um Stress abzubauen und Blutzucker und Druck zu senken.

Viele Vorteile für alle

Regelmäßige Bewegung vermindert, soweit die DEGAM Leitlinie1, das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Gefäßverschlüsse und Osteoporose Außerdem senkt sie Blutdruck, Blutzucker und Gewicht. Weniger Infektionen, körperliches Wohlgefühl und Beweglichkeit, Steigerung der Aktivität, Belastungs- und Leistungsfähigkeit sind weitere positive Folgen.

Und das gilt für jeden und jede, egal welches Alter und welcher Gesundheitszustand. Selbst Personen mit Herzschwäche oder nach einem Herzinfarkt profitieren davon und die Wirkung von Medikamenten und Operationen kann dadurch verbessert werden.


Bewegung soll Freude machen

Am wichtigsten ist, dass sie Spaß an der Bewegung haben und sich dabei wohlfühlen. Die Empfehlung der DEGAM Patienteninformation1: Mindestens 3-mal in der Woche, besser jeden Tag 30 min Sport – und zwar in mäßiger Intensität.

Jede regelmäßige Trainingseinheit, die länger als 10 min dauert, zählt! Ab täglich 15 min oder 90 min/Woche solcher Bewegung oder 10.000 Schritten/Tag ist auch eine Verbesserung der allgemeinen Fitness zu erwarten.

Radfahren

Besonders geeignet sind Ausdauer-Sportarten: Nordic-Walking, Gymnastik, Laufen, Schwimmen, Skilanglauf, Skating  etc. Bei Spiel-Sportarten kann man Spaß in der Gruppe haben.

Für Übergewichtige und bei Problemen mit den Gelenken empfiehlt sich Rad fahren, Schwimmen, schnelles Gehen, Nordic-Walking und Gymnastik.

 

Risiken?  

Gewöhnlicherweise sind die positiven Auswirkungen deutlich größer als die Risiken.
Auf alle Fälle empfehlen sich aber moderates und dosiertes Training und die Anleitung durch kompetente Übungsleiter.


Quelle1: www.degam.patienteninformationen
Bilder: Pexels

IBG übernimmt Betriebsambulanz am Technology Campus in Kundl/Tirol

IBG expandiert. Mit Jahresanfang 2022 hat IBG (Innovatives Betriebliches Gesundheitsmanagement) die Betriebsambulanz am Campus Kundl/Schaftenau der Firma Novartis übernommen. Künftig können hier auch Mitarbeitende von Unternehmen betreut bzw. versorgt werden, die sich im Rahmen des Technology Campus Tirol in Kundl bzw. Schaftenau ansiedeln.

IBG stellt für diese Betriebsambulanz (mit ausgebildeten Notärzten) neben dem Know-how sowohl das Personal als auch das Inventar und sorgt so für die arbeitsmedizinische und Akutversorgung der Mitarbeitenden. Primär werden vor Ort arbeitsmedizinische Untersuchungen laut dem Arbeitnehmer:innenschutzgesetz und Arzneimittelgesetz durchgeführt. Rund 6.800 Untersuchungen erfolgen pro Jahr.

Weitere Leistungen:

  • Rechtlich vorgeschriebene Untersuchungen gemäß Arbeitnehmer:innenschutzgesetz
  • Pandemieberatung
  • Mutterschutzberatungen
  • Ergonomieberatungen
  • Beratungen bei Bildschirmarbeitsplätzen
  • Notfallversorgung
  • Organisation Erste Hilfe
  • Ärztliche Beratung
  • Impfberatungen und Durchführung von Impfungen
  • Wiedereingliederung nach längerem Krankenstand
  • Ernährungsberatung
  • Psychologische Unterstützung: Employee Assistance Program (EAP) Mitarbeiterberatung
    sowie Betreuung in Krisen und Akutfällen

Dr. in Sigrun Märk-Zeindl
Leitung Betriebsambulanz Campus Kundl/Schaftenau
Ärztin für Allgemeinmedizin, Arbeitsmedizinerin

 

 

 

Dr. Benedikt Kreuzer
Stellvertretende Leitung Betriebsambulanz Campus Kundl/Schaftenau
Arzt für Allgemeinmedizin, Arbeitsmediziner

 

 

IBG GmbH, gegründet 1995, ist mit 200 Mitarbeiter:innen, davon 80 Arbeitsmediziner:innen,
Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagement. IBG ist in ganz Österreich vertreten.

Ansprechpartnerin: Renate Ruhaltinger-Mader
M +43 676 38 49 022, Email  presse@stage.ibg.at

Fotos: Novartis, IBG

Pandemie stärkt Stellenwert der Arbeitsmedizin

  • Die Arbeitsmedizin hat während der Pandemie bewiesen, wie groß der Beitrag betrieblicher Gesundheitskonzepte für den unternehmerischen Erfolg ist.
  • IBG-Präventionskonzepte und Impforganisation haben sich durchwegs bewährt. So wird Arbeitsmedizin und betriebliches Gesundheitsmanagement heute von Entscheidungsträgern stärker wahrgenommen als vor COVID-Zeiten.
  • Durch die erhöhte Nachfrage der Unternehmen wird der, seit langem bestehende, Mangel an Arbeitsmediziner:innen dramatisch erhöht. Anlaufende Imagekampagnen wichtiger Stakeholder werden erst langfristig wirksam.

Wien, 18.10.2021. Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmediziner haben im Zuge der  Pandemiebekämpfung ihre Bedeutung für den wirtschaftlichen und gesundheitlichen Unternehmenserfolg unterstrichen. Zahlreiche Gesundheitsexpert:innen von IBG waren Mitglied in betrieblichen Krisenstäben und Arbeitsgruppen, die Präventions- und Impfkonzepte für Unternehmen entwickelten und deren Umsetzung begleiteten. Für IBG-Geschäftsführer Dr. Gerhard Klicka  haben die Erfahrungen der Krisenmonate Langzeitwirkung: „Erst durch die Pandemie haben viele Unternehmen erkannt, was Arbeitsmedizin und betriebliches Gesundheitsmanagement für den unternehmerischen Erfolg leisten können.“

Akuter Expert:innenmangel

Die Perspektiven betrieblicher Gesundheitsvorsorge sind aber nicht nur positiv. IBG-Geschäftsführer Klicka verweist auf ein lange bekanntes, aber immer drängenderes strukturelles Problem: „Wir haben in Österreich deutlich zu wenig Arbeitsmediziner:innen“. Durch den gesteigerten Betreuungsbedarf sei es nicht mehr möglich, der Nachfrage der Unternehmen nachzukommen: „Wir müssen Anfragen ablehnen.“ Die laufende Image-Kampagne von AUVA, Ärztekammer und Ministerien, die um mehr Arbeitsmediziner*innen wirbt, käme „zwar spät. Aber es ist wichtig, den Expert:innen-Mangel nach außen zu tragen.“

INTERVIEW:
„Die Arbeitsmedizin ist aus ihrem Schatten getreten“

Der Geschäftsführer von Österreichs größtem Dienstleister auf dem Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements, Dr. Gerhard Klicka, erzählt von seinen Erfahrungen während der Pandemie, der neuen Wertschätzung durch Firmenchefs und den fehlenden Fachkräften in seiner Branche. 

Herr Klicka, wie verlief die Pandemie bisher für IBG und ihre Kunden?

Wir waren selbst betroffen. Der Großteil unserer Mitarbeiter:innen wechselte ins Homeoffice, in den ersten Phasen gab es auch Kurzarbeit, weil auch unsere Kunden ihre Unternehmen schließen mussten. Die Situation hat sich aber sehr rasch gewandelt.

Inwiefern?

Die Nachfrage nach medizinischer Expertise ist in den Unternehmen explosionsartig gestiegen. Vielen Führungsebenen wurde erst mit den Bedrohungsszenarien von Covid bewusst, dass der Arbeitsmediziner und die Arbeitsmedizinerin in seinem Haus über wichtige Kompetenzen für den Erfolg seines Unternehmens verfügen.

Wie hat sich dies im Krisenalltag geäußert?

Es wurden Dinge möglich, die wir seit langem einmahnen: Betriebliche Gesundheit ist Chefsache. Unsere Mediziner:innen waren durch die zu lösenden Probleme auf Augenhöhe mit der Managementebene und wurden gehört. Sie haben wichtige und entscheidende Rollen eingenommen. Und sie haben vor Augen geführt, welche Maßnahmen wichtig sind oder wie Pandemiepläne in den Firmen umgesetzt werden sollen.

Die Krisenstimmung hat sich in der Wirtschaft angesichts guter Konjunkturdaten gelegt. Was bleibt?

Das Problem schafft das Bedürfnis. Aber ich bin überzeugt, dass die positive Rolle, die unsere Arbeitsmediziner:innen in den harten Monaten der ersten, zweiten und dritten Welle gespielt haben, in den Köpfen der Entscheidungsträger bleibt. Betriebliches Gesundheitsmanagement ist für den Erfolg jeden Unternehmens wichtig. Und das wurde mit Corona auf allen Ebenen sichtbar. Die Arbeitsmedizin ist aus ihrem Schatten getreten. Das macht auch das Bild der Arbeitsmedizin attraktiv.

Welche Rolle haben die IBG-betreuten Betriebe in den Impfplänen gespielt?

Ich behaupte eine sehr wichtige. In den Bundesländern haben wir tausende von Menschen in den Betrieben geimpft. In Linz und Lenzing haben die IBG-Gesundheitszentren eigene große Impfstraßen aufgebaut, die rasch und unbürokratisch gehandelt haben. Die Impfstoffe wurden von den Bundesländern geliefert, wir haben die Verabreichung organisiert. Nur in Wien sind die Impfungen zentral von der Stadt geregelt worden.

Wird Corona im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements nachwirken?

Ich gehe fest davon aus, dass sich die neue Wahrnehmung unserer Kompetenzen und Anliegen deutlich verfestigt. Mit Ausklingen der Krise werden Themen wie Fachkräftemangel in vielen Betrieben wieder drängend. Ich bin überzeugt, dass unsere Rezepte für die gesunde Weiterbeschäftigung von Ü50-jährigen und gesundheitsgerechtes Management diese Nöte lindern werden. Aber davor ist es nötig, unseren eigenen Expert:innen-Mangel zu beheben.

Was meinen Sie damit?

In meinem Unternehmen kann ich sofort 5 Arbeitsmediziner:innen neu aufnehmen. Österreichweit fehlen rund 1000 Ärztinnen und Ärzte, die diesen Bereich abdecken könnten. Ich kann Anfragen von Unternehmen nicht mehr nachkommen, weil ich zu wenige Leute habe. Und dies entwickelt sich in der ganzen Branche zu einem essenziellen Problem: Wir können als Dienstleister nicht mehr dem gesetzlichen Auftrag der Unternehmen im Rahmen des Arbeitnehmer:innenschutz-Gesetzes nachkommen.

AUVA, Ärztekammer und die beiden Ministerien die Bundesministerien für Arbeit sowie für Soziales, Gesundheit, und Konsumentenschutz lancieren soeben eine Kampagne, um Berufseinsteiger und erfahrene Mediziner:innen für die Arbeitsmedizin zu gewinnen. Ihre Meinung dazu?

Natürlich kann ich dies nur begrüßen. Ich hätte mir die Maßnahmen nur früher gewünscht. Ich hoffe sehr, dass sich die Wahrnehmung gegenüber diesem extremen Fachmediziner:innen-Mangel bessert.

Welche Maßnahmen setzt die IBG selbst, um den Personalbedarf zu decken?

Ich pilgere seit Jahren mit dieser Fragestellung von Institution zu Institution. Die Resonanz blieb überschaubar. Jetzt bin ich optimistisch, dass das Problem ernstgenommen wird. Konkret bieten wir Interessenten an, die Ausbildungskosten zum/zur Arbeitsmediziner:in zu übernehmen sowie einen berechenbaren und verlässlichen Arbeitsplatz bei großer persönlicher Unabhängigkeit präsentieren zu können. Und durch den Nachfrageüberhang hat sich auch die Entgeltfrage für Arbeitsmediziner:innen deutlich verbessert.

IBG GmbH, gegründet 1995, ist mit 180 Mitarbeiter*:innen, davon 80 Arbeitsmediziner:innen, Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagement. IBG ist in ganz Österreich vertreten.

Ansprechpartnerin: Renate Ruhaltinger-Mader
M +43 (676) 38 49 022, Email presse@stage.ibg.at I office@fabelhaft.biz

Dr. Natascha Bracharz

Neue Bereichsleiterin für Arbeitsmedizin

Dr. Natascha Bracharz, LL.M hat mit Juli die ärztliche Leitung des Arbeitsmedizinischen Zentrums IBG Innovatives Betriebliches Gesundheitsmanagement GmbH am Standort Wien übernommen. Mit ca. 80 Arbeitsmediziner:innen und über 200 Mitarbeiter:innen österreichweit ist IBG die größte Unternehmensberatung im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements in Österreich.

Dr. Bracharz übernimmt die ärztliche Leitung von Dr. Margarete Steinlesberger, die sich in den Ruhestand verabschiedet. Ihre Tätigkeitsschwerpunkte liegen neben der Leitungsfunktion in der Leistungsbeurteilung von Mitarbeiter:innen mit chronischen Erkrankungen oder nach Langzeitkrankenstand, in der Unterstützung von Mitarbeiter:innen und Unternehmen im Rahmen der Wiedereingliederung nach Langzeitkrankenständen sowie die Förderung der Eigenverantwortung der Mitarbeiter:innen  in Fragen von Gesundheit und Sicherheit.

Lesenswert! Die neue Human Works

Die druckfrische Human Works  ist da! Beigelegt im DerStandard aber auch elektronisch hier nachzulesen:
In dieser Ausgabe erfahren Sie mehr über

  • BGM in Zeiten der Pandemie,
  • Arbeitszeitverkürzung,
  • psychologische Sicherheit als Führungsaufgabe,
  • die Bedeutung von Impfungen für das Kollektiv
  • das neue Forschungsprojekt ActNow, bis hin . . . 
  • dass der Arbeitsweg als Gesundheitsquelle in den Mittelpunkt gestellt wird.

10 Tipps gegen den Hitzekollaps im Büro

Der Sommer ist schön, aber wenn die Temperaturen über einen längeren Zeitraum über 30° C steigen, sinken Konzentration und Leistungsfähigkeit. Die Qualität der Arbeit lässt nach, die Fehlerhäufigkeit und das Unfallrisiko nehmen zu.

  •  Die Anzahl der Hitzetage etwa habe sich laut ZAMG in den vergangenen drei Jahrzehnten verdoppelt. Für den Sommer 2021 liegt die Wahrscheinlichkeit für überdurchschnittliche Temperaturen bei knapp über 60 Prozent!
  • Hitze hat starke Auswirkungen auf Gesundheit und Sicherheit der arbeitenden Person. Das Verhalten von Menschen bei hohen Temperaturen ist sehr unterschiedlich. Die Auswirkungen können bei ein- und derselben Person von einem Tag zum anderen schwanken.

IBG Expertin und Leiterin des Bereichs Arbeitsmedizin, Natascha Bracharz hat 10 Tipps zusammengestellt, wie Sie und Ihre Mitarbeiter:innen die heißen Tage gut überstehen.

  1. Kühle Tageszeit nützen
    Beginnen Sie, wenn arbeitsorganisatorisch möglich, den Arbeitstag früher, sparen Sie heiße Zeit am Nachmittag ein.
  2. Luftige Kleidung tragen
    Bevorzugen Sie lockere, atmungsaktive Kleidung.
  3. Früh lüften
    Wenn Sie am Morgen ins Büro kommen, öffnen Sie alle Fenster weit und lassen Sie die kühle Morgenluft in den Raum.
  4. Sonnenschutz verwenden
    Abgedunkelt bleibt das Büro eine Weile angenehm kühl.
  5. Geräte ausschalten
    Elektrische Geräte abdrehen, die nicht in Verwendung sind (z.B. Tischlampen).
  6. Klimageräte angemessen nutzen
    Wenn Klimageräte zur Verfügung stehen, setzen Sie diese moderat ein. Jedes Grad, das im Sommer nicht heruntergekühlt wird, spart rund vier Prozent Strom und senkt die Gefahr, sich eine „Klimaanlagen-Erkältung“ zuzuziehen.
  7. Zwischendurch abkühlen
    Halten Sie zwischendurch Hände (Handgelenke) unter fließendes kaltes Wasser. Benetzen Sie auch Ihren Nacken und die Schläfen.
  8. Ausreichend trinken
    Achten Sie besonders an heißen Tagen auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
    Trinken Sie schon bevor Sie durstig sind. Empfohlen sind ungezuckerte Getränke (Wasser, Tee), bevorzugt lauwarm. Reduzieren Sie Kaffee, vermeiden Sie Energy Drinks.
  9. Leicht und kühlend essen
    „Schwere“ Speisen zu verdauen braucht mehr Energie, erzeugt daher mehr Wärme, belastet den Kreislauf. Bevorzugen Sie, leicht verdauliche und kühlende Speisen bspw.: Wassermelone, Joghurt, Tomaten, Gurken, Zitrusfrüchte, Ananas, Kiwi, Mango, Spinat, Salbei, Pfefferminze, Hagebutten-, Melissen- oder Grüntee
  10. Venenpumpe aktivieren
    Sie beugt schweren, müden und geschwollenen Beinen vor. Noch im Bett Radfahren in der Luft, im Büro Bewegungsübungen, wie Fußkreisen, Zehenspitzenstand, Fersenstand alternierend, im Sitzen Beine immer wieder hochlagern.

 

Leise, bitte!

  • Am 28. April 2021 findet der internationale Tag gegen Lärm statt.
  • Für eine konzentrierte Tätigkeit wünschen wir uns Ruhe und eine leise Umgebung.
  • Aber weder in Großraumbüros noch im Homeoffice ist dies immer möglich.

Wien, 26.4.2021. Oft helfen interne Vereinbarungen und Regelungen.  Ausreichend Räumlichkeiten für den Rückzug bei lauteren Tätigkeiten wären zwar von Vorteil, sind aber nicht immer vorhanden. Denn auch das zeitweilige Zurückziehen in einen – noch so kleinen – Ruheraum bringt großen Nutzen für eine bessere Konzentration und reibungsfreie Zusammenarbeit. Im Homeoffice ist dies mit all seinen Vorteilen aber deutlich komplexer und aufwendiger – denn hier sind nicht nur die unternehmerischen Aspekte sondern auch die familiären Bedürfnisse zu berücksichtigen. Eine gute Mischung aus Feingefühl, Organisationstalent und Durchhaltevermögen ist für eine umsichtige und erfolgreiche Lösungsstrategie sicherlich eine wertvolle Hilfe.

Zwischen Lärm und genussvoll erlebter Geräuschkulisse

Jeder Mensch empfindet die Schwelle zum Lärm anders. Zudem kommt, dass wir in verschiedenen Situationen unterschiedlich für Lärm oder Stille empfänglich sind. In einer Disco sucht man bewusst die laute Musik zum Abschalten und „Entspannen“. In einer Kirche zum Beispiel suchen Menschen einen Ort der Stille, können aber ebenso von einem akustisch raumfüllenden Konzert hingerissen sein.

Nicht immer sind wir von Vogelgezwitscher begeistert.

Manchmal sind wir von Vogelgezwitscher begeistert und lauschen gespannt den Tönen, dann wieder wollen wir uns konzentrieren und der Vogel vor unserem Fenster raubt uns den letzten Nerv.

Die Schwelle bzw. die individuellen Grenzen zwischen störendem Lärm und genussvoll erlebter oder gewünschter Geräuschkulisse werden immer vorhanden sein und damit wird eine zufriedenstellende Lösung zur Lärmreduktion bzw. -optimierung sehr komplex und oftmals nur mit einer vielschichtigen Lösungsstrategie und umfassender Einbeziehung der Beteiligten zu erreichen sein.

So muss das Thema Lärm aus vielen verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Nicht nur medizinische und persönliche Aspekte sind relevant, sondern auch die Vorgaben des Arbeitnehmer:innenschutzes.

Geschädigtes Hörvermögen vermindert die Lebensqualität

Wenn man den Lärm auf eine körperliche und psychische Belastung reduziert, so können sowohl langanhaltender Lärm ab einem Dauerschallpegel von 80dB als auch ein kurzer Impulslärm ab 120dB zu Schädigungen im Ohr führen – und diese sind irreversibel, denn die Lärmschwingungen werden im Innenohr von feinen Haaren aufgenommen und weitergeleitet. Ist die Schwingung bzw. der Lärm zu groß, so bricht das Härchen ab und regeneriert sich auch nicht mehr. Es bleibt ein dauerhafter Schaden, der das Hörvermögen, speziell in vielfältigen Lärmsituationen wie bei Gesprächen in Gruppen in lauter Umgebung, negativ beeinflusst und die Lebensqualität vermindert.

Kollektiver Lärmschutz versus individuellem Gehörschutz

Speziell am Arbeitsplatz muss ab 80 bB ein Gehörschutz angeboten werden und ab 85 dB verpflichtend verwendet werden, dies ist beim Arbeiten mit Maschinen sehr oft der Fall.

Ab 85dB muss ein Gehörschutz verwendet werden.

Prinzipiell ist ein kollektiver Lärmschutz, also das Reduzieren von Lärm bzw. das Einhausen der Lärmquelle, dem individuellen Lärmschutz (Gehörschutz) aber vorzuziehen. Wie bereits oben erwähnt, sind speziell in Großraumbüros neben der Bereitstellung von Rückzugsbereichen und Besprechungsräumen schalldämmende Maßnahmen und begleitende Verhaltensregeln wichtig. Zusätzlich sind den Mitarbeiter:innen in Lärmbereichen unter bestimmten Voraussetzungen auch regelmäßige Untersuchungen der Hörfähigkeit anzubieten.

Beim erholsamen Schlaf ist erweisen, dass ein permanenter Geräuschpegel die Erholung deutlich reduziert und den Stresslevel kontinuierlich steigert. Das nachhaltige “körperliche und geistige Abschalten ist ohne akustisches Abschalten” kaum möglich. Ruhe ist hier ein unerlässlicher Baustein für unsere Gesundheit und eine unabdingbare Voraussetzung für erfolgreiche Arbeit.

Dezibel-Tabelle:

Die Lautstärke Einheit wird in Dezibel (dB) gemessen. Der menschliche Hörbereich reicht von absoluter Stille 0 dB, über leises Flüstern 30 dB, bis hin zum ohrenbetäubenden Lärm eines Düsentriebwerkes 140 dB. Zwei gleichgroße Schalquellen erhöhen den Schallpegelzuwachs um 3 dB, das bedeutet, dass zum Beispiel zwei Bohrhämmer mit je 83 dB gemeinsam 86 dB (verpflichtendes Tragen eines Gehörschutzes!) ergeben. Daher macht es auch einen enormen Unterschied, ob ein Geschirrspüler mit 40 oder 43 dB angeschafft wird.

10dB: Blätterrauschen
30 dB: ruhige Bibliothek
50 dB: Unterhaltung, normale Zimmerlautstärke

 

 

 

 

 

 

 

75 dB: Fahrradglocke, Großraumbüro
80 dB: Rasenmäher, Zug
100 dB: Disco, Kreissäge
140dB: Düsenflugzeug

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IBG GmbH, gegründet 1995, ist mit über 180 Mitarbeiter:innen, davon 80  Arbeitsmediziner:innen, Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagement. IBG ist in ganz Österreich vertreten.

Autor: Matthias Welkens, Ergotherapeut und Leiter des IBG-Bereiches Arbeitssicherheit und Ergonomie, beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Facetten des Arbeitnehmerschutzes und der ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung.

Ansprechpartnerin: Renate Ruhaltinger-Mader
M +43 (676) 38 49 022, Email presse@stage.ibg.at I office@fabelhaft.biz

Zeitumstellung: Ständige Winterzeit ist für den Menschen am schonendsten

Die Zeitumstellung auf die Sommerzeit steht kurz bevor. Am Sonntag (28. März 2021) endet die Winterzeit: In der Nacht wird die Uhr um eine Stunde – von 2:00 Uhr auf 3:00 Uhr – vorgestellt. Dabei sollte die Umstellung der Uhren doch abgeschafft werden – das das hatte die EU-Kommission schon 2019 beschlossen. Geplant war eine Abschaffung der Zeitumstellung für Ende 2021. Bisher ist das Thema noch nicht weiter vorangeschritten – vermutlich auch, weil die EU gerade durch die Corona-Pandemie größere Entscheidungen zu treffen hat.

IBG Arbeitsmediziner Dr. Helmut Stadlbauer spricht sich aus medizinischen Gründen entschieden für eine Beendigung der Zeitumstellung aus. Dabei befürwortet er die Beibehaltung der Winterzeit. 

  • Viele Menschen erleben die Sommerzeit als eine Verbesserung der Lebensqualität

  • Gesundheitlich ergibt sich dabei allerdings ein Belastungspotential – immer mehr Aktivitäten werden in immer mehr Wachzeit gepackt => Schlafmangel

  • IBG-Arbeitsmediziner plädieren für Winterzeit als Normalzeit mit einer Flexibilisierung der Arbeitsbeginnzeiten nach individuellen Veranlagungen

Sozialer Jetlag

Helmut Stadlbauer | ORF EcoDr. Helmut Stadlbauer, Bereichsleiter Arbeitsmedizin von Österreichs größtem privaten betrieblichen Gesundheitsberater IBG, ist Experte für gesundheitsoptimierte Arbeitszeitgestaltung: »Die innere Uhr wird vom Tageslicht vor- und zurückgestellt. Sie arbeitet selbstständig und tickt bei einer Zeitumstellung zunächst unverändert weiter.« Schlaf- und Wachrhythmus passen nicht zu den Tages- und Nachtzeiten ( Sozialer Jetlag). Die innere Uhr bleibt die maßgebliche Instanz. Sozialer Jetlag belastet die Gesundheit und führt zu weniger Leistungsfähigkeit.

Kehrseiten der Medaille

Viele Menschen empfinden die Sommerzeit als eine Verbesserung ihrer Lebensqualität – vor allem ihrer Freizeitqualität. Gesundheitlich ergibt sich dabei allerdings ein Belastungspotential: Gerade späte Chronotypen schlafen durch die Sommerzeit noch weniger. Dabei nimmt die Schlafdauer während der letzten hundert Jahre ohnehin ab. Immer mehr Aktivität wird in immer mehr Wachzeit gepackt: Die Zeit für Arbeit, Kinder, Freunde, Freizeit wird meist von der Ruhezeit abgezweigt. Job und Lebensstil haben direkten Einfluss auf die Schlafqualität – und damit die Gesundheit.

Freizeit erhält erhöhtes Augenmerk

Gesundheitlich problematisch ist dabei die weitverbreitete Einstellung, in der die Qualität der Arbeitszeit hinter der Qualität der Freizeit gereiht wird. Die Konsequenzen sind für den arbeitenden Menschen langfristig negativ. Eine permanente Sommerzeit hat im Winter negative Auswirkungen. Das Aufstehen und Arbeiten bei Finsternis hemmt Wohlbefinden und Produktivität. Schulkinder kämpfen am stärksten mit den Auswirkungen der längeren Dunkelheit am Vormittag.

Arbeiten gegen die innere Uhr

Generell beginnen aus medizinischer Sicht mitteleuropäische Arbeitszeiten zu früh. Dies gilt auch für die Schulzeiten. Es entspricht dem chronobiologische Normaltyp, von 24 bis 8 Uhr zu schlafen, wenn er könnte. Dieser Rhythmus ist aus gesundheitlichen Gründen anzustreben. Der frühere Start in den Tag bedeutet Arbeiten gegen die innere Uhr. Also sind Arbeitsbeginnzeiten vor 9 oder 10 Uhr völlig unphysiologisch für den Großteil der Bevölkerung, die Frühtypen ausgenommen. Von den Spättypen ist dabei noch nicht die Rede.

Winterzeit ist Normalzeit

Die Sommerzeit verschärft diese Problematik. Die innere Uhr richtet sich in erster Linie nach der Sonne, und nicht nach der gesellschaftlich festgelegten Uhrzeit. Daher plädiert der IBG-Arbeitsmediziner Dr. Stadlbauer für eine dauernde Normalzeit („Winterzeit“): Die von der Regierung geplante  Sommerzeit ist eine „falsche Normalzeit“ mit geringem Erholungspotential.“